Lübecker Kirchengemeinde unterstützt Klima-Projekt in Afrika

Lübeck: Klima, Lebensmittel, Menschlichkeit: Die Lübecker Kirchengemeinde Luther-Melanchthon ist eng mit dem ostafrikanischen Tansania verbunden. Eine Gruppe von zehn Ehrenamtlichen hilft den Menschen vor Ort, sammelt Geld, knüpft Kontakte. Aber warum engagieren sich Lübecker für ein Land, das über 7000 Kilometer weit entfernt ist?

Vieles haben sie schon erreicht. Sie haben den Menschen in ihrer Patengemeinde Igoma Solarkocher gebracht und Brunnenbau ermöglicht. Sie haben Schulen vor Ort unterstützt, den Menschen in Afrika durch die Aids-Epidemie und die Corona-Krise geholfen. Sie haben für Lebensmittel und Schulen gesammelt. Nun bewegt die Tansania-Gruppe der Kirchengemeinde Luther-Melanchthon ein Thema, das für Menschen in Afrika ebenso akut ist wie für Lübecker: das Klima.

Kirchengemeinde unterstützt Klima-Projekt der Nordkirche
Die Gemeinde aus Lübeck ist eine von sieben Kirchengemeinden innerhalb der Nordkirche, die mitmachen. Im Blick haben die Teilnehmenden dabei vor allem erneuerbare Energien, nachhaltige Landwirtschaft und den Erhalt biologischer Vielfalt. Ausgetauscht werden sollen vor allem Wissen und Fähigkeiten, um den Klimawandel zu meistern. Unterstützung erhält das Projekt auch von Klimafachleuten, die die einzelnen Projekte begleiten werden.

Wird die Lutherkirche in Lübeck klimaneutral?
Für die Gemeinde ermöglicht die Beschäftigung mit der Problematik auch, sich mit den Problemen in Lübeck zu befassen. Es gibt Überlegungen, die Lutherkirche in der Moislinger Allee klimaneutral zu machen. „Derzeit befassen sich Fachleute mit der möglichen Umsetzung“, erklärt Pastor Thorsten Rose. Die Überlegung dazu entstand auch, weil die Tansania-Gruppe Anfang 2026 in das ostafrikanische Land reisen möchte. „Es gab Kritik daran, dass wir für ein Klimaprojekt fliegen. Diese Kritik nehmen wir ernst“, erklärt Rose. In der Klimaneutralität der Lutherkirche sieht er auch eine Möglichkeit noch mehr Menschen anzuregen, über ihren ökologischen Fußabdruck nachzudenken.

Warum sich ein 17-Jähriger für Afrika engagiert
Wenn er an die bevorstehende Tansania-Reise denkt, leuchten die Augen von Marcel Schmidt. Der 17-Jährige ist seit einem Jahr in der Gruppe. Für den Schüler der Oberschule zum Dom ist „Ehrenamt wichtig“. „Ich finde die Arbeit spannend, denn ich möchte gerne etwas bewirken“, erklärt Marcel sein Engagement. Wie reagieren seine Freunde und Mitschüler auf Marcels kirchliches Engagement? „Man muss manchmal ganz schön viel erklären“, sagt der Jugendliche.

„Man kann auch anders leben“
„Es macht einfach Spaß, in der Gruppe zu sein“, fügt Pastor Thorsten Rose hinzu. Der Kontakt mit den Menschen in Tansania ermögliche auch einen anderen Blick auf das eigene Leben. „Die Menschen ticken da einfach ganz anders“, sagt Rose. „Und sie zeigen: Man kann auch ganz anders leben, anders glauben, die Zeit anders erleben. Der Kontakt macht den Blick auf die Welt weiter.“

Kontakt zur Tansania-Gruppe
Die Tansania-Gruppe der Lübecker Kirchengemeinde Luther-Melanchthon gibt es seit über 30 Jahren. Nun sucht die Gruppe neue Ehrenamtliche. Wer Lust hat, kann an den Treffen der Gruppe teilnehmen. Sie finden einmal im Monat in der Gemeinde statt. Weitere Informationen gibt es unter www.partnerschaft-igoma-luebeck.de.
Der Kontakt zur Gruppe kann auch per E-Mail (info@partnerschaft-igoma-luebeck.de) oder Telefon erfolgen: 0451/29 28 531.

Pastor Thorsten Rose (links) und Marcel Schmidt engagieren sich in der Tansania-Gruppe der Lübecker Kirchengemeinde Luther-Melanchthon. Foto: Oliver Pries

Pastor Thorsten Rose (links) und Marcel Schmidt engagieren sich in der Tansania-Gruppe der Lübecker Kirchengemeinde Luther-Melanchthon. Foto: Oliver Pries


Text-Nummer: 164936   Autor: Kirche/red.   vom 30.03.2024 um 12.46 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf X (Twitter) +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.


Please enable / Bitte aktiviere JavaScript!
Veuillez activer / Por favor activa el Javascript![ ? ]