Gedenken an Anschlag auf die Lübecker Synagoge

Lübeck: Vor 30 Jahren geriet Lübeck weltweit in die Schlagzeilen: Erstmals nach der Nazi-Diktatur gab es in Deutschland wieder einen Brandanschlag auf eine Synagoge. Am Montag wurde mit einer Gedenkveranstaltung und einer Demonstration an den Anschlag erinnert.

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Lübecks Stadtspitze hatte gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde Lübeck zu dem Gedenken vor dem Holstentor eingeladen. Bürgermeister Jan Lindenau erinnerte an die damals unvorstellbare Tat. Es sei ein wichtiges Zeichen, dass Lübeck nach 30 Jahren mit Kerzen in Form eines Davidsterns vor dem Holstentor seine Verbundenheit zeigt. Stadtpräsident Henning Schumann und Bürgermeister Jan Lindenau erklärten: "Die Hansestadt Lübeck bekennt sich zu Vielfalt und Toleranz. Antisemitismus, Rassismus und Gewalt treten wir als Stadtgesellschaft gemeinsam und entschlossen entgegen."

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Anschließend hatte das "Bündnis gegen Rechts" zu einem Gedenkmarsch aufgerufen. Vor der Synagoge in der St.-Annen-Straße wurden weiße Blumen abgelegt. Nach Angaben der Polizei beteiligten sich rund 200 Lübecker an den beiden Veranstaltungen.

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Im Jahr 1994 hatten vier junge Männer einen Vorraum der Synagoge, die damals noch zugänglich war, in Brand gesteckt. Sie wurden schnell ermittelt und zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Inzwischen ist die Lübecker Synagoge mit einem hohen Zaun und einer mobilen Polizeiwache geschützt.

Rund 200 Menschen gedachten am Montag an den Brandanschlag auf die Lübecker Synagoge. Fotos: JW/VG

Rund 200 Menschen gedachten am Montag an den Brandanschlag auf die Lübecker Synagoge. Fotos: JW/VG


Text-Nummer: 164950   Autor: VG   vom 25.03.2024 um 19.37 Uhr

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