VfB Lübeck unterliegt gegen Victoria Köln mit 0:1

Lübeck: Äußerst unglücklich verlor der VfB Lübeck sein Auswärtsspiel am Ostersonntag beim FC Viktoria Köln. 1:0 (0:0) hieß es am Ende für die Gastgeber vor 2.578 Zuschauern, darunter wohl rund 400 stark supportende grün-weiße Anhänger. Die Viktoria verbuchte dabei eine herausragende Einzelaktion, während die Lübecker Mannschaft die besseren Chancen hatte und auch noch einen glasklaren Elfmeter nicht bekam.

Im ersten Spiel in der neuen Trainerkonstellation mit Jens Martens als Chefcoach mussten gleich drei Akteure aus dem erfolgreichen Spiel gegen Jahn Regensburg (1:0) ersetzt werden. Der erkrankte Torhüter Philipp Klewin wurde von Yannic Stein vertreten, außerdem fehlten Leon Sommer (ebenfalls krank) und Jannik Löhden (Gelbsperre). Florian Egerer und Sören Reddemann rückten neu in die Startformation.

Der taktische Plan des VfB-Trainergespanns ging gut auf. Den Kölnern überließen die Grün-Weißen den Ballbesitz in den eher torungefährlichen Räumen, verteidigten über weite Strecken tief, insgesamt sehr kompakt und setzten auf Umschaltmomente. Das klappte, denn die Viktoria tat sich im Ballbesitz schwer und konnte bis zur Pause nur eine torgefährliche Situation herausspielen. Nach einer starken Einzelaktion hatte Said El Mala sich bis zur Grundlinie durchgetankt und passte scharf in die Mitte, wo aber Marvin Thiel in höchster Gefahr klärte (33.). Der VfB hatte schon bis dahin die besseren Möglichkeiten gehabt. Die beste Torchance bot sich dabei Marius Hauptmann, der nach einem schönen öffnenden Pass von Robin Velasco allein auf Viktoria-Keeper Ben Voll zulief, der Schlussmann sich jedoch breit machte und mit einer guten Parade die Lübecker Führung verhinderte (26.). Auch ein Freistoß von Velasco, halb Schuss, halb Flanke, der das lange Eck nur haarscharf verfehlte, war eine gute Möglichkeit (32.). Hinzu kamen etwa ein halbes Dutzend Aktionen aus Kontern oder Standards, die zu Abschlüssen führten, ohne ganz große Torchancen darzustellen. Spätestens verdient wäre die VfB-Pausenführung gewesen, als Hauptmann in der Nachspielzeit erneut allein durchbrach, jedoch von Michael Schultz rustikal umgegrätscht wurde. Schiedsrichter Patrick Alt gab zur Überraschung auch der Kölner den fälligen Elfmeter nicht – eine Entscheidung, für die sich der Unparteiische nach dem Spiel und Ansicht der Videobilder sogar bei Trainer Martens entschuldigte.

Statt mit einer Pausenführung ging es also mit 0:0 in die zweite Hälfte, in der die Viktoria nicht mehr ganz so viele Räume zum Kontern zuließ. Der VfB hatte dennoch weiterhin die besseren Torszenen. Hauptmann startete erneut ein gutes Solo, den Schuss aus 16 Metern parierte Keeper Voll mit Mühe (62.). Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff erwischte Jan-Marc Schneider eine Egerer-Flanke mit einem Hechtkopfball, doch wiederum parierte Voll (75.). Dazwischen lag der ebenso glückliche wie aus neutraler Sicht schön anzuschauende Führungstreffer der Kölner. Youngster El Mala setzte sich an der Grundlinie stark durch und hämmerte die Kugel aus ganz spitzem Winkel zum 1:0 genau unter die Latte (66.). Der VfB wehrte sich gegen den Rückstand, die kämpferische wie auch taktische Leistung passte über die gesamte Spielzeit. Doch in der nun hektischen Partie gelang es in der Schlussphase, inklusive siebenminütiger Nachspielzeit, nicht mehr, sich wirklich klare Möglichkeiten zu erarbeiten. So standen am Ende ein Chancen- und ein Eckenplus für die Grün-Weißen, aber nichts Zählbares für die Tabelle.

Im Kampf gegen den Abstieg wird es bei nun noch sieben ausstehenden Spielen nicht leichter. Die Leistung macht dennoch Mut für die kommende Heimaufgabe gegen den SC Verl (Sa., 14 Uhr) auf der Lohmühle.

Der VfB Lübeck musste im Kampf um den Klassenerhalt eine unglückliche Niederlage einstecken.

Der VfB Lübeck musste im Kampf um den Klassenerhalt eine unglückliche Niederlage einstecken.


Text-Nummer: 165040   Autor: VfB   vom 31.03.2024 um 21.05 Uhr

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