Streit unter Rentnern endet im Krankenhaus

Lübeck - Travemünde: Am Mittwochabend, 3. April 2024, kam es in Travemünde erst zwischen Eheleuten und dann zwischen dem Mann und seiner Schwester zu einem Streit. In der Folge wiesen die Geschwister Verletzungen auf. Gegen die Behandlung wehrte sich der Mann und griff dabei die eingesetzten Polizeibeamtinnen und -beamten an. Eine Polizistin wurde leicht verletzt. Der Mann kam ins Krankenhaus.

Es war gegen 20 Uhr am Mittwochabend, als Rettungskräfte in Travemünde die Polizei um Unterstützung baten. Sie wurden von einer 81-jährigen Frau zu ihrer Wohnung gerufen, weil ihr Mann und dessen Schwester verletzt waren. Wie es zu den Verletzungen kam, ist bislang unklar. Jedenfalls wollte der 80-Jährige sich nicht behandeln lassen und setzte die Notärztin sowie die Rettungssanitäter vor die Tür.

Zwei Streifenwagenbesatzungen des 3. Polizeireviers Lübeck rückten an, um den Sachverhalt zu klären. Nachdem dem 80-Jährigen eindringlich die medizinische Notwendigkeit einer Behandlung erklärt wurde, wehrte er sich gegen die Maßnahmen und griff die Polizisten mit Schlägen und Tritten an. Eine Polizeibeamtin wurde dabei leicht verletzt, konnte ihren Dienst aber fortsetzen.

Letztlich gelang es den Beamten, den Mann auf einer Trage zu fixieren und in den Rettungswagen zu bringen. Auch hierbei kam es zu weiteren Angriffen durch den Rentner. Ihm wurde aufgrund seiner Alkoholisierung eine Blutprobe entnommen. Die Polizei fertigte Anzeigen wegen des Verdachts der Körperverletzung, des Angriffs auf und des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte.

Nach bisherigen Erkenntnissen saßen die Eheleute und die 77-jährige Schwester des Mannes beisammen und konsumierten Alkohol. Im Laufe des Abends soll es zu einem Streit zwischen den Eheleuten gekommen sein und der Mann seine Frau geschubst haben. Sie habe sich daraufhin ins Schlafzimmer begeben und sei dann auf lautes Poltern aufmerksam geworden.

Als die 81-Jährige nachgesehen habe, fand sie ihren Mann und dessen Schwester verletzt vor und rief einen Rettungswagen. Wie es zu den Verletzungen der beiden gekommen war, konnte keiner von ihnen beantworten.

Letztlich gelang es den Beamten, den Mann auf einer Trage zu fixieren und in den Rettungswagen zu bringen. Auch hierbei kam es zu weiteren Angriffen durch den Rentner. Foto: Symbolbild

Letztlich gelang es den Beamten, den Mann auf einer Trage zu fixieren und in den Rettungswagen zu bringen. Auch hierbei kam es zu weiteren Angriffen durch den Rentner. Foto: Symbolbild


Text-Nummer: 165111   Autor: Polizei/red.   vom 04.04.2024 um 11.01 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Dirk Diggler

schrieb am 04.04.2024 um 11.05 Uhr:
Je oller, je doller...

Manda

schrieb am 04.04.2024 um 12.00 Uhr:
Holla die Waldfee,
man geht ja eigentlich davon aus, dass es in dem hohen Alter nicht mehr so hoch hergeht. Aber wie heißt es so schön: Je öller je döller...

Mini

schrieb am 04.04.2024 um 14.32 Uhr:
Ja, hier bei uns in Altenmünde geht es schon hoch her. Die ältere Generation lässt es halt auch gern mal krachen. Unser Ort hat ja auch kaum etwas zu bieten. Da muss man schon selbst mal für Action sorgen, bevor es zu langweilig wird. So entstehen dann schnell einmal Meinungsverschiedenheiten. Solche Begebenheiten werden doch zumeist nur von der jüngeren Bevölkerung erwartet und diesen zugeschrieben. Aber hier in Travemünde ist eine derartige Meldung jedoch nichts Besonderes und somit auch nicht verwunderlich, denn es handelt sich um den ganz normalen Altersdurchschnitt der Travemünder Bevölkerung, und auch diese wissen sich nicht immer dem Alter entsprechend zu benehmen. Die jüngere ortsansässige Minderheit verhält sich hier eher ruhig und besonnen, aus Angst, mit dem Krückstock eines über die Rübe gezogen zu bekommen. Olle Lüüds sind absolut nicht ohne und mit äußerster Vorsicht zu genießen. Ein falsches Wort zur falschen Zeit, am falschen Ort – you better run.

Jahrgang 1953

schrieb am 04.04.2024 um 14.35 Uhr:
Heißt es nicht " Ruhestand"?

Das war wohl nix 🫣🥴😷

J.Schneider

schrieb am 04.04.2024 um 16.08 Uhr:
Die Konjunktion „je“ steht heute standardgemäß mit den Korrelaten (= Partnerwörtern) „umso“ oder „desto“:
Je länger ich faste, desto mehr nehme ich zu.
Je weniger du redest, umso besser ist es.

In der Schriftsprache findet man dies gelegentlich auch um- gekehrt:
Ich nehme desto mehr zu, je länger ich faste.
Es ist umso besser, je weniger du redest.

Früher konnte „je“ auch mit einem zweiten „je“ stehen:
Je kälter der Winter, je größer die Not.
Je besser wir uns kennen, je mehr gefällst du mir.
Die „Je-je“-Form gilt heute als veraltet. Man findet sie nur noch in kurzen festen Fügungen wie „je länger, je lieber“ und „je länger, je mehr“.

Die Konstruktion mit doppeltem „umso“ ist umgangssprachlich:
Umso mehr Leute kommen, umso enger wird es.
Umso größer der Aufwand, umso höher die Kosten!

Bruno Bär

schrieb am 05.04.2024 um 08.07 Uhr:
Oha, die rüstigen Rentner haben nichts im langen Leben dazugelernt. Ich hoffe die zahlen den Einsatz selber.

Aber Cannabis verteufeln weil schlimm und so ... darauf gönn ich mir erstmal ne Hülse!

Söckchen

schrieb am 05.04.2024 um 19.33 Uhr:
@ J. Schneider

Inhaltlich völlig korrekt,
aber Thema verfehlt. 🤣
Bei der Klassenarbeit wäre das durchgefallen 🤭

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