Grünen laden zur Diskussion über Inklusion

Lübeck: Rund 9,6 Millionen Menschen mit Behinderungen leben in Deutschland. In Lübeck sind es laut dem statistischen Jahrbuch 2021 insgesamt 24.132 Menschen mit einem Grad der Behinderung von 50 und mehr. Zu diesem Thema laden die Grünen am Montagabend, 13. Mai, um 19 Uhr zu einer Diskussion im Bürgerschaftssaal des Lübecker Rathauses ein.

Die Fraktion der Grünen in der Bürgerschaft erklärt dazu:

(")In der Hansestadt ist in Sachen Inklusion in den letzten Jahren einiges geschehen. Wir haben einen Teilhabeplan von und für Menschen mit Behinderungen etabliert, in dem Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Situation in Lübeck genannt werden. Es gibt einen Beirat für Menschen mit Behinderungen und die Homepage der Hansestadt Lübeck ist überwiegend barrierefrei.

Dennoch bleibt dieser großen gesellschaftlichen Gruppe noch immer der Zugang zu öffentlichen Gütern wie Bildung, Arbeit und der öffentlichen Infrastruktur erheblich erschwert. Nur 3,3 Prozent aller Menschen mit Behinderungen haben ihre Behinderungen von Geburt an. Die große Mehrheit erwirbt sie erst im Laufe des Lebens, was unmissverständlich verdeutlicht, dass jeder von uns von Behinderung betroffen sein kann.

In unserer öffentlichen Fraktionssitzung “GRÜNtalk Lübeck - Teilhabe jetzt! Zwischen Partizipation und Ausgrenzung” möchten wir uns mit der Lebensqualität und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in Lübeck beschäftigen: Welche Maßnahmen sind nötig, um diese nachhaltig zu verbessern? Wie können wir die Schaffung inklusiver Arbeitsplätze und barrierefreier Wohnraumangebote fördern? Was muss geschehen, damit die Zugänglichkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln und Gebäuden maßgeblich verbessert wird? Wie können wir Dienstleistungen zugunsten von Menschen mit Behinderungen finanziell stärker fördern? Und wie lassen sich Bildungs- und Weiterbildungsangebote für Menschen mit Behinderungen ausbauen?

Diese und viele weitere Fragen möchten wir in unserer öffentlichen Fraktionssitzung mit unseren geladenen Experten und vor allem mit den Lübecker Bürgern diskutieren.

Zu Gast werden dabei sein:
· Evelyn Schön, Teilhabeberaterin (EUTB)
· Prof. Dr. Stefan Doose, Experte für Teilhabe
· Gudrun Müller, Mitglied des Gehörlosenvereins von 1910 e.V.
· Fred Mente, Geschäftsführer der Diakonie Nord Nord Ost
· Dirk Mitzloff, Stellvertreter der Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen

Für die Grüne Fraktion werden die Fraktionsmitglieder Daniela Schindler und Heiner Popken durch die Veranstaltung führen.

Alle interessierten Bürger sind zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen. Fragen und Beiträge sind ausdrücklich erwünscht! Wir möchten allen Interessierten die Möglichkeit geben, sich zu informieren und auszutauschen. Die Veranstaltung wird simultan durch einen Gebärdensprachdolmetscher begleitet. Bitte beachten Sie, dass es eine begrenzte Platzkapazität gibt.(")

Online-Teilnahme

Meeting-Link:
buergerschaftsfraktion.my.webex.com
Meeting-Kennnummer: 2366 537 9673
Passwort: 4UVbeuRPC43 (48823877 über Telefon- und Videosysteme)
Gastgeber-Kennnummer: 159599

Über Videosystem beitreten
Wählen Sie 23665379673@webex.com
Sie können auch 62.109.219.4 wählen und Ihre Meeting-Nummer eingeben.

Über Telefon beitreten
+1-650-215-5226 United States Toll
Zugriffscode: 2366 537 9673
Gastgeber-PIN: 1449

An der Diskussion im Lübecker Rathaus kann auch online teilgenommen werden.

An der Diskussion im Lübecker Rathaus kann auch online teilgenommen werden.


Text-Nummer: 165810   Autor: Grüne/red.   vom 12.05.2024 um 12.01 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf X (Twitter) +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.


Kommentare zu diesem Text:

MM

schrieb am 13.05.2024 um 11.50 Uhr:
Darüber muss man nicht diskutieren:
Die Einen werden meistens überfordert, die Anderen unterfordert.

Der Sinn erschliesst sich mir nicht.

Micha

schrieb am 13.05.2024 um 12.46 Uhr:
Moin,

da wären die Grünen die richtigen Ansprechpartner!!

Gero Markus, Lübeck

(eMail: geromarkus@hotmail.com) schrieb am 13.05.2024 um 22.57 Uhr:
Der Sinn, @ MM, dessen dass man sein Augenmerk darauf legt, wie Behinderte Menschen am Alltag aller Menschen teilhaben können, liegt darin, dass Behinderte selbst-verständlich an vielem teilhaben könnten - wenn man sie ließe.
Wenn man sich anschaut, wie Behinderte den ÖPNV nutzen können so wie Sie und ich, dann überfordert das die behinderten nicht und Sie werden nicht unterfordert. Mein Philospohie- und Deutschlehrer in der Oberstufe saß im Rollstuhl und der mehrfach behinderte Physiker Stephen Hawkins hat manches gelehrt, wovon Sie genauso übefordern würde wie mich. Wenn ein Rollstuhlfahrer an der Kasse oder auf dem Richterstuhl sitzt, würden Sie nicht unterfordert. Ein Down-Syndrom-Behinderter (mir fehlt hier das korrekte Fachwort, man entschuldige bitte) kann durchaus Kinokassentickets verkaufen und die Bahn war mehr als glücklich über den Praktikanten mit autistischen Zügen, der wesentlich schneller und korrekter als jeder Computer sämtliche (wirklich ausnahmslos alle!) Bahnverbindungen inkl. Baustellen und Umleitungen und Gleisangaben wusste. Damit wären Sie wie ich überfordert.
Das sind nur wenige Beispiele dafür, wie behinderte Menschen am allgemeinen Alltag teilnehmen könnten, wenn man sie ließe, statt sie zu bevormunden - und sie nolens volens auszugrenzen.
Und genau deswegen ist es sinnvoll, darüber zu diskutieren. Ihnen zumindet würde eine solche Diskussion anscheinend neue Horizonte eröffnen.

Please enable / Bitte aktiviere JavaScript!
Veuillez activer / Por favor activa el Javascript![ ? ]