Infoabend: Bluthochdruck – der entscheidende Risikofaktor

Lübeck - St. Jürgen: Bluthochdruck ist, bleibt er unbehandelt, der entscheidende Risikofaktor für lebensbedrohliche Folgeerkrankungen wie dem Schlaganfall, Herzinfarkt und dem plötzlichen Herztod. Im Rahmen eines Patienteninfoabends am 22.05.2024 um 17:00 Uhr in den Sana Kliniken Lübeck berichten die Bluthochdruckexperten über dessen Behandlungsmöglichkeiten.

Bluthochdruck, auch „Hypertonie“ genannt, ist in Deutschland die Volkskrankheit Nummer 1 mit mehr als 20 bis 30 Millionen Betroffenen und der entscheidende Risikofaktor für lebensbedrohliche Folgeerkrankungen wie dem Schlaganfall, Herzinfarkt und dem plötzlichen Herztod. 30 % der erwachsenen Bevölkerung sind betroffen, bei den über 65-Jährigen sind es bereits mehr als 50 %. Neueste Zahlen des Gesundheitsatlas Deutschland bestätigen dies und zeigen, dass die Anzahl der Betroffenen in den letzten 5 Jahren noch weiter gestiegen ist.

Stiller Killer Bluthochdruck: Die Erkrankung erkennen und Folgeschäden vermeiden
Besonders tückisch an Bluthochdruck ist, dass er anfangs nicht weh tut und wenn die ersten Beschwerden kommen, der Schaden häufig schon angerichtet ist. „Ein normaler Blutdruck liegt zwischen 120 zu 80 mmHg, ab 140 zu 90 mmHg sollte er ärztlich behandelt werden. Wir sollten uns und unseren Patienten und Patientinnen dabei immer klarmachen, dass es nicht um die reine Blutdrucksenkung an sich geht, sondern um das, was sich dadurch verhindern lässt. Bluthochdruck kann als die „Mutter vieler Krankheiten“ bezeichnet werden und ist damit viel wichtiger, als nur ein zu hoher Kontrollwert,“ erklärt Prof. Dr. med. Joachim Weil, Chefarzt der Medizinischen Klinik II - Klinik für Kardiologie und Angiologie an den Sana Kliniken Lübeck.

Die arterielle Hypertonie schädigt die Gefäße und versorgten Organe. Erkrankungen von Herz, Gehirn, Augen und Nieren sind die Folge. Bluthochdruck ist daher einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. So gehen viele Herzinfarkte, Schlaganfälle, Nierenprobleme, aber auch Fälle von Demenz auf langjährigen Bluthochdruck zurück. Dabei kann die Erkrankung gut behandelt werden und wenn sie früh erkannt wird, können viele Folgeerkrankungen vermieden werden. Bereits eine Senkung um 5mmHg kann zu 10 % weniger Risiko für Herzerkrankungen führen; eine stärkere Senkung um 10 mmHg führt zum Beispiel zu 27 % weniger Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden.

„Neben der Hilfestellung bei der Änderung des Lebensstils und der Gabe von Medikamenten haben wir mittels minimal-invasiver Kathetertechnik weitere Therapieoptionen, die unseren Patienten helfen können, den Bluthochdruck in den Griff zu bekommen und schwere Folgeerkrankungen zu vermeiden“, berichtet Chefarzt Prof. Dr. med. Joachim Weil. „Dabei werden in einem kleinen Eingriff durch die Leistenarterie die überaktiven Nerven rund um die Nierenarterie mit einem Ballon-Katheter deaktiviert, so dass der Bluthochdruck reduziert wird“, so der Bluthochdruckexperte. Dieser risikoarme Eingriff wird vor allem in Zentren für renale Denervierung (RDZ) angeboten. Auch die Klinik für Kardiologie und Angiologie an den Sana Klinken Lübeck ist seit 2022 als Renales Denervationszentrum zertifiziert.

Patienteninfoabend

"Bluthochdruck – Der entscheidende Risikofaktor!“: Die Experten des zertifizierten Hypertoniezentrums an den Sana Kliniken Lübeck berichten im Rahmen einer Veranstaltung am 22.05.2024 von 17:00 – 19:00 Uhr im Foyer der Sana Kliniken Lübeck (Kronsforder Allee 71-73) über Bluthochdruck und die Behandlungsmöglichkeiten.

Anmeldung erbeten unter www.sana.de.

Prof. Dr. med. Joachim Weil, Chefarzt der Medizinischen Klinik II - Klinik für Kardiologie und Angiologie an den Sana Kliniken Lübeck. Foto: Sana Kliniken Lübeck

Prof. Dr. med. Joachim Weil, Chefarzt der Medizinischen Klinik II - Klinik für Kardiologie und Angiologie an den Sana Kliniken Lübeck. Foto: Sana Kliniken Lübeck


Text-Nummer: 165862   Autor: Sana/red.   vom 19.05.2024 um 14.27 Uhr

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