Freie Wähler: Wann kommt die kommunale Mieterberatung?

Lübeck: Die „Freien Wähler“ erklären in einer Mitteilung: „Wendische Straße, Margarethenstraße, Kronsforder Allee, Geniner Straße. Vier populäre Fälle, in denen Menschen, gerade auch Mieterinnen und Mieter mit geringen Einkommen von einer kommunalen Rechtsberatung zum Mieterschutz profitiert hätten.“ „Wann kommt die kommunale Mieterberatung?“, fragt die Partei.

Wir veröffentlichen die Mitteilung der „Freien Wähler“ im Wortlaut: („) Sebastian Kai Ising, Mitglied des Vorstandes der „Freien Wähler“ kritisiert CDU und Grüne für ihren anhaltenden Widerstand gegen kostenfreie kommunale Mieterberatung.

„Die Fälle in unserer Stadt häufen sich zusehends. Die aktuelle Situation auf dem Wohnungsmarkt, der Wegfall zahlreicher Wohnungsbestände und der Sanierungsstau in der Gebäudesubstanz lassen Schlimmes für die Zukunft erahnen. Insbesondere angesichts der Tatsache, dass diese negativen Faktoren nicht adäquat durch Neubaumaßnahmen aufgefangen werden können. Es ist unter diesen Bedingungen schlicht verantwortungslos von CDU und Grünen die Einführung kommunaler Mieterschutzmaßnahmen in Landtag und Bürgerschaft zu verschleppen und zu blockieren“, zeigt sich Ising erbost.

Zwar hätten CDU und Grüne nach öffentlichem Druck schließlich wenigstens einem Prüfauftrag an die Verwaltung mit dem Ziel der Feststellung des Bedarfes und der Machbarkeit zugestimmt, den Freien Wählern geht dies jedoch nicht weit genug.

„Es stellt sich die Frage, wie viele Mieterinnen und Mieter noch ihre Wohnungen verlieren müssen, von Bleirohren vergiftet werden oder unangemessene Mieterhöhungen hinnehmen müssen, bis CDU und Grüne endlich Handlungsbedarf sehen“, so Ising.

„Wann kommt die kommunale Mieterberatung?“ fragen die „Freien Wähler“ aus Lübeck. Foto: Archiv/HN

„Wann kommt die kommunale Mieterberatung?“ fragen die „Freien Wähler“ aus Lübeck. Foto: Archiv/HN


Text-Nummer: 165889   Autor: Freie Wähler/red.   vom 16.05.2024 um 08.07 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Gunnar Baden

schrieb am 16.05.2024 um 14.09 Uhr:
Es ist doch nicht Aufgabe des Staates Mieter zu beraten, wenn sie Probleme mit Vermietern haben. Da sollte sich der Staat nicht einmischen und dafür gibt es viel geeignetere Beratungsstellen wie Mietervereine, Verbraucherzentralen usw. Ich finde es mehr als angebracht, dass dafür jetzt erst mal der Bedarf und die Machbarkeit geprüft wird. Bravo Bürgerschaft.

SW

schrieb am 17.05.2024 um 09.14 Uhr:
In Anbetracht der allgemeinen bekannten Wohnungspolitik, was will man da noch prüfen oder beraten?
In die Hände spucken und machen und gemachte Versprechen einhalten, das wäre angeraten.
Stattdessen werden Kosten, wie für Heizung in Höhen getrieben, die Wohnen zum Luxus machen, den sich immer weniger Menschen kaum bis gar nicht mehr leisten können. Was will man diesen Menschen denn raten? Was?
Das sind Folgen politischer Entscheidungen.

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