Info-Abend zum Fibromyalgie-Syndrom

Lübeck - St. Jürgen: Körperliche und psychische Symptome wie anhaltende Schmerzen in vielen Bereichen des Körpers, Erschöpfung, Schlafstörungen und depressive Verstimmungen können auf das sogenannte Fibromyalgie-Syndrom (kurz FMS) hinweisen, einem dauerhaften Gelenk-Muskel-Schmerz. Dazu gibt es am 04. Juni 2024 einen Info-Abend.

Von dieser Erkrankung sind in Deutschland 3 bis 4 von 100 Menschen betroffen, typischerweise Frauen im Alter von 40 bis 60 Jahren. Für die Betroffenen ist das Fibromyalgie-Syndrom sehr belastend, da diese komplexe Erkrankung von chronischen Schmerzen im ganzen Körper begleitet wird. Das Syndrom geht dabei weit über den Schmerz hinaus und beeinflusst oft auch die körperliche Funktion, den Schlaf und die Stimmung der Betroffenen. Doch trotz der sichtbaren Auswirkungen auf das Leben der Patienten wird die Krankheit oft falsch verstanden und sogar von einigen als eingebildet abgetan.

„Ich bilde mir den Schmerz doch nicht ein!“, ist der verzweifelte Ruf derjenigen, die mit Fibromyalgie leben. Diese Worte drücken die Frustration und den Schmerz aus, die viele Patienten fühlen, wenn ihre Krankheit nicht ernst genommen wird. Wichtig zu wissen: Fibromyalgie ist keine Einbildung, sondern eine ernsthafte medizinische Erkrankung, die eine angemessene Behandlung und Unterstützung erfordert.

Fibromyalgie in der Gesellschaft eher unbekannt oder verkannt
Das Fibromyalgie-Syndrom kommt zwar recht häufig vor, dennoch ist das Krankheitsbild in der Gesellschaft eher unbekannt. Dies mag an dem Zusammentreffen sehr verschiedener Symptome liegen und die Erkrankung somit für Betroffene und auch Mediziner nur schwer greifbar und damit diagnostizierbar machen. Stefan Rieckhof, Ärztlicher Leiter der Interdisziplinären Schmerzklinik, erläutert: „Die Betroffenen kommen zu uns und äußern Schmerzen in Rücken, Muskeln und Gelenken, häufig auch verbunden mit Schwellungen und Bewegungseinschränkungen, es lassen sich aber im Rahmen der Diagnostik keine ursächlichen Schäden oder Entzündungen erkennen. Aus diesem Grunde ist das FMS eine Ausschlussdiagnose, das heißt, ein konkreter Verdacht auf die Erkrankung wird erst dann gestellt, wenn andere Ursachen für die vom Patienten geäußerten Beschwerden ausgeschlossen wurden.“

10 Jahre Schmerzklinik Travemünde
Hilfestellung bietet eine multimodale Schmerztherapie, wie sie seit 2014 vom interdisziplinären Expertenteam der Schmerzklinik der Sana Kliniken Lübeck in Travemünde angeboten wird. Auch wenn die Schmerzen meist nicht dauerhaft und vollständig verschwinden, kann eine multimodale Schmerztherapie die Beschwerden von Fibromyalgie-Patienten deutlich lindern.

Patienteninfoabend
Fibromyalgie - „Ich bilde mir den Schmerz doch nicht ein!“ – lautet der Titel des Informationsabends, den Stefan Rieckhof, Ärztlicher Leiter der Interdisziplinären Schmerzklinik, am 04.06.2024 um 18.00 Uhr im Foyer der Sana Kliniken Lübeck für alle Interessierten anbietet. Eine Anmeldung wird erbeten unter www.sana.de.

Stefan Rieckhof, Ärztlicher Leiter der Interdisziplinären Schmerzklinik in der Praxisklinik Travemünde. Foto: Sana Kliniken Lübeck

Stefan Rieckhof, Ärztlicher Leiter der Interdisziplinären Schmerzklinik in der Praxisklinik Travemünde. Foto: Sana Kliniken Lübeck


Text-Nummer: 166117   Autor: Veranstalter/red.   vom 01.06.2024 um 16.09 Uhr

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