Grüne wollen schnellere Sanierung der Schulen

Lübeck: Unter dem Titel „Großer Sanierungsbedarf an Lübecker Schulen: Grüne fordern Priorisierung und Beschleunigung der Baumaßnahmen“ haben die Lübecker Grünen eine Mitteilung veröffentlicht. „Es ist kein Geheimnis, dass viele Schulgebäude aller Schularten in Lübeck einen großen Sanierungsbedarf aufweisen“, heißt es darin.

Wir veröffentlichen die Mitteilung der Grünen im Wortlaut:

(„)Im September 2023 beauftragte die Bürgerschaft die Verwaltung aufzuzeigen, welche Aufwendungen erforderlich werden, um alle in der Trägerschaft der HL befindlichen Schulgebäude bis zum Jahr 2034 zu sanieren. In ihrem Zwischenbericht hat die Verwaltung nun erklärt, dass die ihr aufgetragenen Projektziele des Masterplan Schulimmobilien bis 2034 nicht umgesetzt werden können. Dabei ist gerade in Lübeck der Sanierungsbedarf im Vergleich zu anderen Kommunen besonders hoch.

Judith Bach, Bürgerschaftsmitglied und Mitglied im Schul- und Sportausschuss, kommentiert dazu: „Die Schätzungen der Verwaltung sind sehr ernüchternd, sind jedoch auch Zeugnis des jahrelangen Sanierungsstaus in unserer Hansestadt. Für uns Grüne steht fest: Wir müssen hier nun schnell von der Planung in die Umsetzung kommen. Die Voraussetzung für guten Unterricht sind moderne Gebäude, dazu gehören ausreichend große Klassenräume, angenehme Aufenthaltsorte für die Schüler und saubere Schultoiletten.

Daher zielt unser gemeinsamer Bürgerschaftsantrag mit CDU und FDP darauf ab, für eine Priorisierung der Baumaßnahmen der Schul- und Sportgebäude zu sorgen, und zwar so, dass Projekte der kommenden drei Jahre noch im Haushalt 2025 verankert werden und jene Schulen bei der Raumplanung prioritär behandelt werden, die derzeit den größten Fehlbedarf aufweisen.

Darüber hinaus wollen wir uns von der Verwaltung verschiedene Optionen und Maßnahmen für eine Reduzierung der Kosten sowie der Beschleunigung der Projekte für Neubau und Sanierung vorlegen lassen.”

Andreas Schulze, schulpolitischer Sprecher ergänzt: „Innerhalb der Debatte um den Masterplan kam nun auch die Diskussion um Förderzentren und Inklusion auf. Diese Debatte wird lebhaft geführt und wir begrüßen es sehr, dass dieses Thema nun neu angegangen wird. Denn für uns Grüne ist klar, dass jedes Kind ein Anrecht auf inklusive Beschulung hat. Wir müssen aber auch den Willen einiger Eltern respektieren, die sich zum jetzigen Zeitpunkt eine inklusive Beschulung für ihre Kinder aus verschiedenen Gründen noch nicht vorstellen können. Hier sehen wir aufgrund der Komplexität der Thematik, zunächst den dringenden Bedarf eines Austauschs mit allen Akteuren: Eltern, Förderzentren, Regelschulen und Beiräten. Erst wenn wir wissen, woran die Inklusion momentan genau hakt, können wir diese Probleme schrittweise abbauen. Des Weiteren sollte das Thema Inklusion dann auch direkt im Masterplan berücksichtigt und bei der Planung mitbedacht werden.” („)

„Die Voraussetzung für guten Unterricht sind moderne Gebäude, dazu gehören ausreichend große Klassenräume, angenehme Aufenthaltsorte für die Schüler und saubere Schultoiletten“, heißt es in einer Mitteilung der Grünen. Foto: Symbolbild

„Die Voraussetzung für guten Unterricht sind moderne Gebäude, dazu gehören ausreichend große Klassenräume, angenehme Aufenthaltsorte für die Schüler und saubere Schultoiletten“, heißt es in einer Mitteilung der Grünen. Foto: Symbolbild


Text-Nummer: 166161   Autor: Grüne/red.   vom 29.05.2024 um 14.51 Uhr

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